Zusammenfassung
Pitt-Stop Express ist eine wachsende Convenience-Store-Kette, die traditionelles Tankstellen- und Einzelhandelsangebot mit einem Sortiment an warmen Fertiggerichten kombiniert. Die Mitarbeiter in den Filialen bereiten den ganzen Tag über Produkte wie Pepperoni-Brötchen, Pittsburger, Mexidogs und Pierogies mithilfe spezieller Öfen und Warmhaltestationen zu. Jeder Ofen verfügt über drei Einschubplätze, und die Lebensmittel haben jeweils unterschiedliche Backzeiten, Einschubkapazitäten und Haltbarkeitsbeschränkungen, was eine schwierige Abwägung zwischen der Verfügbarkeit der Produkte für die Kunden und der Minimierung von Verlusten durch abgelaufene Waren erfordert.
Die zentrale Herausforderung dieser Fallstudie besteht darin, ein Simulationsmodell zu entwickeln, das das Zusammenspiel zwischen Kundennachfrage, Ressourcen für die Speisenzubereitung und Strategien zur Bestandsauffüllung bewertet. Die Studierenden müssen die angemessene Anzahl an Mitarbeitern und Öfen ermitteln, alternative Ansätze zur Aufgabenverteilung bewerten und Nachschubrichtlinien entwerfen, die die Warmhaltegeräte bestückt halten und gleichzeitig Verderb sowie Kundenunzufriedenheit minimieren. Das Modell muss das Warteverhalten der Kunden, Haltbarkeitsfristen der Produkte von 20 bis 25 Minuten sowie Backzeiten von 4 bis 10 Minuten berücksichtigen.
Anhand von Daten zu Kundenankünften und Produktnachfrage, die an mehreren Filialstandorten erhoben wurden, analysieren die Teilnehmer die Systemleistung und identifizieren aussagekräftige Leistungskennzahlen zur Unterstützung der Managemententscheidungen. Die Simulation dient dazu, Abwägungen zwischen Kundenservice, Ressourcenauslastung und Lebensmittelverschwendung zu bewerten und gleichzeitig die zukünftige Filialerweiterung zu unterstützen. Diese Fallstudie veranschaulicht, wie Simulation bei der Ressourcenplanung, der Bestandsauffüllung und der Bewältigung von Herausforderungen im Kundenservice in einem schnelllebigen Lebensmitteleinzelhandelsumfeld eingesetzt werden kann, in dem Produktionsentscheidungen kontinuierlich an die Kundennachfrage angepasst werden müssen.

