Eine kürzlich durchgeführte Umfrage der National Association of Manufacturing hat die Auswirkungen von Pandemien auf die Produktionskette und den Produktionsbetrieb in der ganzen Welt aufgezeigt. Der Umfrage zufolge rechnen 80 % der Hersteller damit, dass die laufende Pandemie und die damit verbundene Aussperrung finanzielle Auswirkungen auf ihr Unternehmen haben werden. 53 % erwarten, dass sich COVID-19 direkt auf ihren Betrieb auswirken wird, während 41 % glauben, dass die Pandemie zu einem Verlust von Arbeitskräften führen wird.
Der bevorstehende Ruhestand der Baby-Boomer und der Arbeitnehmer der frühen Generation X wurde vorgezogen, da viele, die den Ruhestand in Erwägung ziehen, durch die Schließungen gezwungen sind, diesen letzten Schritt zu tun. Es wird damit gerechnet, dass in der verarbeitenden Industrie große Lücken in der Belegschaft und in der Fähigkeit, auf dem Niveau von vor 2020 zu konkurrieren, entstehen werden, sobald die weltweiten Schließungen abnehmen. Angesichts dieser unerwarteten Veränderungen wird erwartet, dass die Unternehmen, einschließlich der Hersteller, mit den neuen wirtschaftlichen Entwicklungen zu kämpfen haben werden.
Zwar hängt die Erreichung der optimalen Produktionskapazität auch vom Vertrauen der Verbraucher und von der Finanzierung ab, doch können neue Technologien dazu beitragen, einige unmittelbare Bedenken zu zerstreuen. Für Unternehmen, die anfällig für Virenausbrüche sind, können Automatisierungstechnologien wie Robotik, das industrielle Internet der Dinge (IIoT) und Edge Computing zur Risikominderung beitragen.
Diese Anlagen müssen neben den anlagenweiten Abläufen auch angemessen überwacht und ordnungsgemäß verwaltet werden, wenn die Fertigung in Rekordzeit ihre optimale Produktionskapazität erreichen soll. Hier spielen der digitale Zwilling und seine Fähigkeit, aus Echtzeitdaten funktionierende Darstellungen zu erstellen, eine wichtige Rolle für die von der Pandemie betroffenen Hersteller.
Obwohl die meisten Unternehmen über Notfallpläne verfügen, berücksichtigen diese Pläne im Allgemeinen Ausfallzeiten und begrenzte Herausforderungen in der Lieferkette. Es ist unwahrscheinlich, dass die vorhandenen Notfallpläne längere Schließungen, längere Quarantänen und das Ausscheiden erfahrener Mitarbeiter berücksichtigen.
Der erste Schritt zur Entwicklung funktionsfähiger Notfallpläne besteht darin, sich in Echtzeit einen Überblick über die aktuelle Situation zu verschaffen. Dazu gehört auch ein Verständnis der Auswirkungen der Pandemie auf Ihre Lieferketten und Ihren gesamten Betrieb. Ein digitaler Zwilling ist ein hervorragendes risikobasiertes Analysewerkzeug, um in Echtzeit Einblicke in Ihre gesamten Geschäftsabläufe zu erhalten und zu erfahren, wie sich jeder Aspekt davon auf die Produktionskapazität auswirkt. Da die Arbeitsdarstellung oder der digitale Zwilling mit Echtzeitdaten gefüttert wird, können Hersteller die Auswirkungen von Nachfragerückgang, Lieferengpässen oder nicht funktionierenden Arbeitsplätzen/Anlagen auf die Produktivität erkennen.
Die aus einem digitalen Zwilling des Fertigungsbetriebs gewonnenen Daten führen zu Erkenntnissen:
Die Genauigkeit eines digitalen Zwillings hängt von der Menge der Daten ab, die von den Anlagen in der Werkstatt und ihren Abläufen erfasst werden. Während Maschinendaten leicht zu erfassen sind, erfordert die Erstellung von Betriebsablaufmodellen für bestimmte Prozesse, wie z. B. den Materialfluss in der Fertigung und Betriebspläne, praktisches Wissen. Daher bietet der digitale Zwilling den Herstellern eine Möglichkeit, Stammeswissen zu erfassen, das zur Produktivität beiträgt.
Genaue digitale Darstellungen können dann als Schulungs- und Einarbeitungsinstrumente für die neuen Mitarbeiter verwendet werden, die in den Ruhestand gehen werden. Das digitale Modell kann neuen Mitarbeitern die folgenden Lernmöglichkeiten bieten:
Es wird erwartet, dass die heutigen Unwägbarkeiten den Fertigungssektor in vielfältiger Weise beeinträchtigen werden und dass die Wiederaufnahme der normalen Aktivitäten einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Der digitale Zwilling bietet den Herstellern die Möglichkeit, sich die Arbeitskräfte von morgen neu vorzustellen, indem sie die Herausforderungen von heute auf neue Weise angehen. Die Führungskräfte der Zukunft werden diejenigen sein, die den Einsatz von Analysetools zur Verbesserung ihrer Managementstrategien nutzen.
Die Nutzung des digitalen Zwillings, der wichtige Erkenntnisse für ein intelligentes Anlagenmanagement liefert, wird den Übergangsprozess für Hersteller beschleunigen, die nach der Pandemie eine optimale Kapazität erreichen wollen.
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Der Zeitpunkt ist günstig. Die Bedeutung des digitalen Zwillings als Werkzeug für Geschäftseinblicke und die Vermittlung neuer Fähigkeiten wird eine entscheidende Rolle dabei spielen, die Fertigungsindustrie dabei zu unterstützen, die von COVID-19 inspirierten betrieblichen Herausforderungen zu meistern. Die Simio-Software ist eine erstklassige Plattform für den digitalen Zwilling, die Sie für komplexe Modellierungsaktivitäten einsetzen können. Sie können hier eine kostenlose Demo von Simio in Aktion anfordern, um mehr darüber zu erfahren, was Sie von dem digitalen Zwilling erwarten können.